„In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab." (Konfuzius)


„ Glossar „

A

Abutment: Dient als Zwischenstück zwischen Implantat und Zahnersatz. Passt am besten, wenn es individuell gefertigt wird – im Vergleich zu vorgefertigten Abutments.  

Anästhesie: Dient zur Ausschaltung des Schmerzempfindens und – je nach Form – auch des Bewusstseins. 

Antibiotika  notwendig bei chirurgischen Eingriffen nur bei

1.    Reduzierten Allgemeinzustand

2.    Immunologischen Störungen

3.    Dauerkortisoneinnahmen

4.    Weichteilinfiltraten (wenn man inzidiert und es blutet nur)

Keine Antibiotikagabe mehr, wenn nach Abszeßinzision Pusaustritt erfolgt, denn dann liegt eine virale Infektion vor. 

Warum die strenge Indikation für Antibiotika?

Ursache ist die totale Steigerung von Resistenzen, vor allem bei Clindamycin,                           Doxycyclin und Erythromyzin

 Keine Resistenzsteigerung bei Penecillin 6 und gering bei Amoxicillin.

Einnahme nur so lange wie nötig, bei ESL z.B. 3 Tage. 

Eine Rötung nach Penecillin oder Amoxy ist keine Allergie, sondern eine Nebenwirkung, außer es steht im Allergiepass. 

ASA Klassifikation

AS1 = gesunder Patient

AS2 = Patient mit funktioneller Einschränkung

AS3 = Patient mit Krankheiten – VORSICHT! 

AS4 = Patient mit lebensbedrohlichen Krankheiten,  d.h. es sollte niemals operiert werden, wenn       1. bei Herz-OP in den letzten 6 Monaten

                 2. bei OP`s innerhalb des Bauchraumes in den letzten 8 Wochen

                 3. während der Stillzeit nach einer Schwangerschaft

                 4. bei Einnahme einer Doppelblättchenhemmung ,                                                         z.B. ASS zzgl 2. Medikament als  ACUT-Therapie,  dies sind Patienten mit einem „thromboembolytischen Risiko“

 

neueste Richtlinie:

Patienten mit Gerinnungshemmer können bis zu einem INR-Wert 2,5 problemlos operiert werden

INR-Wert normal = 0,85-1,27 (je höher, desto geringer die Blutgerinnung)

 Prinzipiell sollten diese Medikamente nicht mehr abgesetzt werden. Das Risiko für einen SCHLAGANFALL ist viel zu groß.

Jedoch muss man eine entsprechende Nachsorge beachten um so höher der INR-Wert ist, z.B. durch Schienung, Druckverband, Fleeceeinlagen oder Vernähen der Wundränder. Eine Einschränkung der Blutung erzielt man auch durch Dekapitieren von Zähnen und entsprechender Wurzeltrennung vor der Extraktion. 

Augmentation, vor allem in der ästhetischen Zone  ist deshalb so wichtig, da man i.R. 2-3mm bukkale Knochenlamelle braucht, um Rezessionen zu verhindern.


Bio-Materialien

Werkstoffe in der Medizintechnik

Bioverträglichkeit: Eine hohe Bioverträglichkeit bedeutet, dass ein Implantatwerkstoff gut vom Körper angenommen wird. Allergische Reaktionen sind unwahrscheinlich.  

Bildgebende Verfahren: Wichtiger Bestandteil der Diagnostik.  

Bissnahme: Wichtiger Diagnoseschritt zur Anfertigung korrekt sitzenden Zahnersatzes. 

Bone-Split = Super Alternative zum Knochen-Transplantat. Splitten im OK erfolgt i.R. mit 100%igen Erfolg. Über einen kleinsten Schnitt in der Kortikalis kann man mit dem Meisel die dünne Knochenlamelle aufdehnen. Einen weichen Knochen braucht man teilweise nur aufbiegen. Bei härteren Knochen sind zum crestalen Schnitt (im OK leicht palatinal versetzt) noch zwei bukkale Entlastungsschnitte notwendig, um den Knochen der Nachbarzähne nicht zu verletzen. Die Entlastungsschnitte bis in die tiefste Stelle der Einziehung legen. Die Implantate ca. 2mm unterhalb des Alveolarkammes inserieren, da 1-2mm Resorption erfolgt. Entstandene Knochenspalten mit KEM auffüllen. Möglichst wurzelförmige Implantate verwenden. Diese kann man weit genug in das aufbereitete Knochenbett einbringen und erst in der Tiefe eindrehen. Die Implantate stehen nach Bone-Split meistens etwas nach bukkal, so dass man diese mit abgewinkelten Abutments versorgen müßte.  Beim Aufspreizen des Knochenfaches das Osteotom in der Alveole belassen, das Implantat gleichzeitig inserieren, da sich sonst Alveole zusammenzieht. Bone-Split eignet sich vor allem für die OK 12 und 22-Regionen mit 3,3mm durchmesserreduzierten Implantaten.  


Broncholappenplastik Es folgen keine Dehiszenzen. Um Dehiszenzen zu vermeiden, niemals mesiale Schnitte legen, sondern immer untertunneln. Nur von distal einen nach mesial auslaufenden Epithelschnitt, subperiostal den Lappen präparieren bis zu Mucogingivalgrenze und erst in diesem Bereich einen scharfen Periostalschnitt verursachen. Durch Untertunnelung nach lingual  und mesial kann man den Lappen extrem dehnen. Danach vernäht man Periost mit Periost mit resorbierbaren Nahtmaterial unter Einziehung einer Matrix, danach Mucosa mit Mucosa und schließlich epitheliale Mucosa mit epithelialer Mucosa mit nicht resorbierbaren Fäden.

Brücke: Wird umgangssprachlich für Zahnersatz verwendet. Besteht zumeist aus mehreren Künstlichen Zähnen.


C

Chirurgische Kronenverlängerung mit Schallscaler, u.a. Knochen abschaben und Zement der Wurzeloberflächen kürettieren. 


D

DVT: Digitale Volumentomographie. Bildgebendes Verfahren, welches zur Diagnostik angewandt wird.                                                                                                                                                     Indikation im Milch- und Wechselgebiss als Kontroll-Indikation,  zur Zahnerhaltung im Erwachsenenalter und für chirurgische Indikationen.                                                                                „SL-1 Leitlinie“ möglichst beachten – Panoramaaufnahme vor DVT,

Eine Erst-Indikation für DVT sollte nur bei schweren implantatchirurgischen Verfahren angewendet werden (u.a. aus versicherungstechnischen Gründen).                                                      Keine rechtfertigende Indikation ist die Parodontologie.

DVT gehört zur „Risikoaufklärung“ bei der Implantation, vor allem hinsichtlich einer möglichen Nervschädigung bei Operationen im Unterkiefer.  Wird ein Nerv durchtrennt, erfolgt die Überweisung in die Fachklinik. Ist es nicht sicher, ob der Nerv geschädigt ist, muss man so lange kontrollieren, wie die Sensibilität gestört ist, z.B. mit dem Thermo-Stimulations-Test (TSA).                                                                                                                                  Nach Knochenaufbauten ist i.R. ein DVT sinnlos, da meist keine Dicke erkennbar ist.

Easy-Implantate sind für so manche Patienten finanziell sinnvoll.

Einheilzeit: Beschreibt die Zeit, die ein Implantat zum Einheilen in den Knochen braucht, ehe es belastet werden kann. 

Einwanddefekten kann das Implantat lingual an die Knochenwand eingefasst/gepresst werden, alles andere wird über autologe Knochenchips und der z.B. ePTFR-Membran stabilisiert.

Einzeitige Einheilung: Auch offene Einheilung genannt. Die Wunde um das Implantat wird nicht vernäht. 

Entfernen Titangitter , nach 5-6Monaten ist der Hohlraum mit neuen Knochen ausgelegt. Es erfolgt über einen Zweiteingriff die Entfernung des Titangitters und die Entfernung des Knochens über der Implantatschraube mittels Spezialkant.

Extraktion:Gewolltes Ziehen eines Zahnes, wenn ein Zahnerhalt nicht möglich oder nicht sinnvoll ist.

  

F  

Frühimplantation: Implantation nach 4-8 Wochen, nach Ausheilung des Weichteilgewebes. Eine Einheilung in den Knochen hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht stattgefunden.  


G                        

GBR mit  titanverstärkter  ePTFR-Membran  ohne Biomaterialien,                                 Konzept: Implantieren und Augmentieren ohne KEM und ohne Knochenblocktransplantate.                    Schlüssel des Erfolges von Weichgewebe wird durch den Knochen bestimmt.                             Knochen liebt Titan, deshalb Hohlraum zwischen Titanimplantaten und titanverstärkter PTFR-Membran. Studien diesbezüglich mit Keramikimplantaten gibt es noch nicht.

Gingiva: Zahnfleisch und Weichteilgewebe. Mitverantwortlich für eine gute rot-weiß-Ästhetik.  

Gingivaformer: Hält das Zahnfleisch während der Einheilung eines Implantats in Form.


H

Hyaluronsäure /HAS -  beschleunigt die Wundheilung,   optimiert auch das Attachementgewinn,  erfolgsversprechend bei Parodontitis und Periimplantitis ,              beeinflußt positiv den Zahndurchbruch 

„Heeling champions“ (z.B. bei Novel Biocare Active Implantate), d.h. um das Implantat bildet sich eine Heilungskammer  sogenannter „Leerraum“, der Knochen wirkt als horizontale Einheilung und es bildet sich eine vertikale Knochenmanschette, ein appositionaler Knochen mit Haverschen Kanälen. Ziel ist, dass der Kieferkamm crestal erhalten bleibt, um „Microgap“ , der Bewegung zwischen Abutment und Vertikalschraube zu verhindern. Man spricht von einem „okklusalen overload“                                                                    

  

I 

Implantat-Block mit mesialen Extensionsglied , z.B. 35-36 mit BZG 34 ist eine biomechanische Verbindung, die funktioniert

Implantat-Frakturen (niemals im Röntgen-Bild sichtbar) können unklare Beschwerden verursachen, führen zu epulisartigen Schleimhaut-Wucherungen, Blutungen usw. Bewegliche Fragmente muss man entfernen, feste Frakturfragmente kann man belassen, bis unter Knochenniveau glätten und vernähen.

Implantatgrößen: 

REGEL: Implantatdurchmesser ist in der Länge nicht zu ersetzen, d.h kurze breite Implantate, inzwischen bis nur 4mm lang bei 4-5mm Durchmesser hat sich bewährt. Das Verhältnis von Implantatlänge zu Kronenlänge ist nach Datenlage unbedeutend und nicht mehr relevant für die Überlebensdauer der Implantate
 

Implantatträger: Patienten, die über eine künstliche Zahnwurzel verfügen.  

Implantitis: Schwerwiegende, durch Entzündung entstehende Komplikation. Kann zum Verlust der Implantate führen.  

Implantologe: Fachzahnarzt für Implantologie.  

Implantologie: Fachbereich der Zahnmedizin, der sich mit dem Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln – Implantaten – beschäftigt. 

Inkrementalkosten: Differenz von Behandlungskosten und zu erwartenden Kosten bzw. von therapeutischen Alternativkosten und den zu erwartenden Kosten

Inzisionsführung Der spannungsfreie Wundverschluss  kann nur erzielt werden durch einen von crestal ausgehenden fast geradlinigen Inzisionsschnitt entlang der Marginalgrenze der benachbarten Zähne und nach der Mucogingivalgrenze einer beidseitigen schräg verlaufenden bzw. stark nach lateral verlegten Inzision. Grund dafür ist die Deckung der horizontalen Verbreiterung des Knochens um fast 2mm mittels der titanverstärkten Membran. Diese Deckung kann nur erzielt werden durch einen extrem nach lateral und mesial angulierten Mucoperiostlappen, der zusätzlich im tief apikalen Bereich mittels horizontalen Periostschlitzung  um fast 8-10mm nach palatinal gedehnt/mobilisiert werden kann. Nur bei Gingivarezessionen mit hoher Lachlinie sollte die Schnittführung marginal circulär nach distal bis zum Rezessionsende gelegt werden, um gleichzeitig die GBR mit der GTR zu verbinden.  Um schließlich die Wundränder im crestalen Bereich ausreichend stabil/dicht adaptieren zu können, wird i.R. horizontal ein paracrestaler Schnitt bevorzugt. Die Kontraindikation liegt diesbezüglich lediglich bei starken Rauchern (ab 15-20 Zigaretten pro Tag), da in diesem Bereich nachweislich keinerlei Gefäßversorgung erfolgt und sich letztendlich auf die Wundheilung negativ auswirkt.


K  

Kassenleistung: Finanzieller Beitrag, der von den gesetzlichen Krankenkassen zu einer Behandlung beigetragen wird. 

Keramikimplantate Es gibt keine Indikation für Keramikimplantate, wenn man Knochen- und Weichgewebsmanagement richtig umsetzt.                               

 Gründe:  viel zu hohe Bruchgefahr,  Explanation viel zu kompliziert. Es gibt keinerlei Hüft- oder Kniegelenke aus Keramik.  Lediglich die Marktsituation bestimmt die Herstellung von Keramikimplantaten.

Kieferhöhle Das Kieferhöhlenwachstum ist erst nach 20 Jahren abgeschlossen.  Bei der Kieferhöhlen-Operation im Oberkiefer (OK) besteht eine geringe Gefahr, größere Gefäße zu verletzen als im Unterkiefer.  Ultracain forte ist als Anästhetikum das Mittel, um in der Kieferhöhle (KH) möglichst blutarm operieren zu können. Der Kieferhöhlenboden liegt i.R. 10mm vom Alveolarkamm entfernt.

Eine OP <5mm Restknochenhöhe sollte als externer Sinuslift (ESL)erfolgen.      

 Eine OP >5mm kann als interner Sinuslift (ISL) erfolgen mit einer Anhebung des Kieferhöhlendaches von ca. 3-4mm.  

Teilweise ist sogar eine Ausheilung der Kieferhöhleneröffnung ohne Knochenersatzmaterial, d.h. nur durch Zubluten möglich.  

Eine Revaskularisation geht komplett vom Restknochen aus. Hinsichtlich der Resorptionsvorgänge erzielt man die besten Ergebnisse als Gemisch von autologen Knochen mit Knochenersatzmaterial (KEM). Deshalb je größer der Sinuslift, umso kleiner die Fensterpräparation. Das laterale Knochenfenster nur so groß gestalten, dass ein Instrument eingeführt werden kann und die Schneidersche Membran intakt abpräpariert werden kann.   Das BioOss-Kollagen-Gemisch der Fa. Geistlich sollte nicht komprimiert werden, sonst verläuft die Revaskularisation umso langsamer.

Das laterale Fenster sollte beim ESL 5-6mm oberhalb des Kieferhöhlenbodens angelegt werden. Von drei Seiten (lateral, ventral und dorsal) erfolgt die Blutzufuhr, nicht hingegen von mesial.

Augmentieren sollte man nur so hoch wie die zu inserierenden Implantatlänge erfolgt.

Klinische Studien belegen, umso dicker der Kieferhöhlenknochen, umso dünner die Kieferhöhlen-Schleimhaut.                                                                                                                  Perforation der KH-SH <5mm – Verwendung von Fibrinkleber                                         Perforation der KH-SH >5mm – Verwendung einer Membran                                              Perforation der KH-SH >10mm – muss zugenäht werden. Nach 3-6Monaten entsteht Narbengewebe und es kann optimal der ESL durchgeführt werden.

Membranabdeckung möglichst immer beim ESL.! Membranen möglichst nicht mit Kochsalz anfeuchten, denn man beabsichtigt eher, dass die Membran mit Blut getränkt wird.

Knochenangebot: Gibt an, wieviel Knochen für eine erfolgreiche Implantation vorhanden ist.  

Knochenaufbau: Verbessert das Knochenangebot. Oberbegriff für die Anwendung verschiedener Methoden.  

Knochendichte: Gibt Auskunft darüber, wie stark und belastbar ein Knochen ist.  

Knochenersatzmaterialien: Künstliche oder natürliche Materialien außer dem Knochen im Patientenmund, die zum Knochenaufbau eingesetzt werden können.  

Knochenblock  möglichst zwischen festen Zähnen anbringen, d.h. ohne Eigenbeweglichkeit, sonst Misserfolg vorprogrammiert. Nach Knochenblockentnahme immer Abdecken mit Kollagenflies. Nach FST/BGT aus dem Gaumendach zusätzlich mit Wundschutzplatte abdecken. 

Krone: Zahnersatz eines einzelnen Zahnes. 

Kurzimplantate, sie unterscheiden sich von allen anderen Implantaten hinsichtlich der Applikation. Hat sich besonders bewährt als Einzelkronensystem, ist indiziert vor allem für ältere Patienten mit starker Knochenatrophie. Vor allem sind sie geeignet für kranke Patienten mit Risiken für Augmentationen. Der Sicherheitsabstand zwischen den Implantaten ist durch die konisch auslaufende Form zum crestalen Kieferkamm ausreichend, auch wenn die Implantate zum apikalen Bereich enger zusammenstehen als bei einem Standardimplantat.

Als Kurzimplantate haben in der Regel eine Länge von 6-8mm und einen Minimaldurchmesser von 3,75mm (Standarimplantat ca. 10mm). Das Design und die chirurgische Technik entspricht einem minimalinvasivem Vorgehen im atrophierten Knochen. Im Gegensatz zum Standardimplantat haben die Kurzimplantate ein konisches Plateau zur crestalen Oberfläche. Somit ist der Sicherheitsabstand zwischen den Implantaten crestal ausreichend, auch wenn die Implantate zum apikalen Bereich enger zusammenstehen als bei einem Standardimplantat. 


L

Lappentypen: 1. Mukoperiostlappen (teilmobilisiert bis zur Mukogingivalgrenze)                                                                                              (vollmobilisiert bis über die Mukogingivalgrenze)                                      2. Spaltlappen (am häufigsten)  und 3. Tunnellappen

Lappeninzision: nicht interdental die Papille inzidieren, sondern bukkal horizontal die Inzision ohne Papilleninzision mit einer Ausdehnung von EZ zu EZ, um die beiden mittleren Inzisive oder Implantate zu therapieren.  Schlechte Prognose bei endodontisch behandelten Zähnen mit tiefer Tasche und Überkronung - besser wäre Extraktion

"leere“ Raum ist nur dann die beste Voraussetzung für die GBR, wenn autologes Material eingebracht wird. Vor allem kann man dadurch die horizontale, aber auch die vertikale Knochenregeneration mit Erfolg beschleunigen.       Gewonnen werden die Knochenchips i.R. aus der Linea obliqua mit der Trepanfräse , die um das Implantat herum verkeilt eingelegt werden und gleichzeitig als Platzhalter für die PTFR-Membran dienen. Die noch ausstehenden Lücken, vor allem zwischen Knochen und Membranränder, werden mit den autologen Knochen des Knochenscrapers ausgefüllt. Wichtig ist letztendlich, dass die bakteriendichte Membran dicht an die Knochenoberfläche und weit von den Wundrändern platziert wird. Darüber hinaus darf die Membran nicht in den Defekt kollabieren oder mit dem Implantat in Berührung kommen. Die größte Herausforderung ist deshalb das Zuschneiden der Membran auf die passende Größe, fixiert mit 1-2Pins  und der darüberliegende spannungsfreie     

       

 M

Membran: Barriere zwischen Knochen und Weichteilgewebe, die beim Knochenaufbau Anwendung findet.

Minimal-invasiv: Eingriffe mit geringstmöglicher Belastung für den Patienten. 

Misserfolge Wenn sich unter der Membran Granulationsgewebe gebildet hat, dann das GG bis auf den Restknochen komplett entfernen, mit Antibiose abschirmen und nach ca. 3-4 Wochen eine zweite Augmentation durchführen. Bei Primärinfektion sollte mit Antibiose abgeschirmt werden, mit CHX täglich gespült werden und Expositionsstelle mit Gel touchieren. Hingegen bei einer Sekundärinfektion muss das Titangitter vorzeitig entfernt werden, 3 Tage vorher mit Antibiose beginnen. Wenn das Implantat nach einem 1/2Jahr nicht primärstabil ist, dann explantieren und ein breiteres implantieren.

Moderne Alveolitistherapie  mit Rosenbohrer nekrotisches Gewebe entfernen und Alveole mit Gentamycin und Kollagenflies abdecken „Gentacol“ und vernähen 

Mucograft und Fibrogide,  beide Biomaterialien sind keine Membranen, sondern eine Matrix. Diese Matrix sollte beim Verwenden nicht gequetscht werden, denn in die Porosität der Matrix sollen die Fibroblasten eindringen. Deshalb dieses Material nicht befeuchten. Es saugt sich voll mit Blut, sobald es vernäht wird. Die Größe muss deshalb vor dem Einlegen im trockenen Zustand entsprechend dem OP-Gebiet beschnitten werden.

Die Fibrogide erweist sich als formstabiler als die Mucograft und stellt heutzutage eine Alternative zum Bindegewebstransplantat dar. Die Fibrogide wie auch die Mucograft sollte immer nach bukkaler Schlitzung und vorheriger Untertunnelung in die Lamina propria eingenäht werden. Sie muss lagestabil einwachsen. Die bessere Alternative ist natürlich immer das FST bzw. das Bindegewebstransplantat.                                                                                  Das FST sollte immer mit einer 6,0Drahtnaht vernäht werden. Die Entnahmestelle dagegen mit einer Gore-Naht an der bukkalen Seite der Zähne befestigen mit einem darunterliegenden Hämostyptikum zur Blutstillung.


N

Nachsorge Prothese kann bereits nach dem Fäden ziehen von 2Wochen wieder getragen werden. Grund: Der durch das Gitter provozierte Raum ist nach 2Wochen mit Flüssigkeit/Blutkoagulum gefüllt und das ist nicht komprimierbar. Prothese muss natürlich konsequent ausgeschliffen sein und keinerlei Druckstellen provozieren. Die Unterfütterung nur mit weichbleibenden Materiel.

Neoss pro active Implantaten, ZIEL:  simultane Rekonstruktion ( Implantation + GBR + GTR),   erzielt wird eine mechanische Stabilität in 99,6% der Fälle  

Nichtintegration von Implantaten liegt begründet im nicht entfernten nekrotischen Gewebe nach nicht mehr erhaltungswürdigen extrahierten Zähnen oder dem Implantat nicht mehr funktionstüchtigen benachbarten Zähnen z.B. durch Protrusion, Retrusion, Parodontose usw.

Null-Wand-Defekt, das ist der schwierigste Fall,d.h. es sind keine Seitenwände vorhanden.  Lediglich die Implantatspitze sollte mit  ca. 3 mm im Knochen gefasst sein. 


O

One-Schott-Therapie für chirurgische Eingriffe

One-Schott-Therapie kann man auch beginnen mit 200-250mg Prednisolon/Kortison, aber VORSICHT  bei : Diabetes, Bluthochdruck, Kontrazeptiva

Eine One-Schott-Therapie geht nicht mit Clinda, diesbezüglich muss immer eine Zeit von 7 Tagen oder länger eingehalten werden, sonst entwickeln sich Resistenzen.

Clindamycin ist nach neuester Richtlinie nur eine Reserveantibiotikum.

Metronidazol gehört nicht mehr in die Zahnheilkunde. 


P

Parodontitis: Früher Zahnfleischentzündung, die zu Rückgang von Zahnfleisch und Knochen führen kann. 

Periostschlitzung Vorsicht bei der Periostschlitzung, diese sollte nicht kreuz und quer erfolgen, sondern es sollte nur mit der Messerspitze geschlitzt und mit dem Messerrücken durch stumpfe Trennung gedehnt werden. Mitunter ist es notwendig, in zwei ebenen die Schlitzung vorzunehmen, dabei  tiefe Schlitzung scharf und oberflächlich stumpf vorgehen.

Prognose bei Implantaten und Parodontitis ist wesentlich schlechter mit einer wesenlich höheren Verlustrate als beim Zahn. Nach spätestens 8 Jahren sind meist Knocheneinbrüche am Implantat zu diagnostizieren, damit ist die Periimplantitis-Gefahr bei Patienten mit parodontaler Vorgeschichte als sehr viel höher einzustufen. Auch die Zusatzkosten, um Implantate bei Parodontitispatienten gesund zu erhalten sind ca. 5xhöher als bei Patienten ohne Parodontitis-Vorerkrankungen.

Professionelle Zahnreinigung: Kurz PZR. Professionelle Unterstützung bei der Mundhygiene mit gründlicher Reinigung von Zähnen, Zahnzwischenräumen und Implantaten. 

Provisorische Versorgung erfolgt am besten mit Miniplastschienen und den entsprechenden Zahn eingearbeitet. Durch die provisorische Versorgung verhindert man das Spielen an den Fäden mit der Zunge und verhindert damit Dehiszenzen.

Nach jeder Freilegung sollten vor allem im Frontzahngebiet sofort Interimskronen über einen Zeitraum von 3-4 Monaten zum Einsatz kommen, d.h. die Remodellierungsphase sollte lange genug sein, um ein funktionelles und vor allem ästhetische befriedigendes Ergebnis zu erzielen.   Durchh eine palatinale Inzision erzielt man bei der Freilegung von Implantaten im ästhetischen Bereich durch die Verschiebetechnik nach bukkal eine Verdickung der Schleimhaut

PSI:  parodontale Grunduntersucheung, ob PZR ausreichend ist oder eine PAR-Therapie eingeleitet werden muss. Bei PSI zwischen 3-4 ist i.R. eine PAR-Therapie notwendig, vor allem bei einem PA-Status mit horizontalen Knochenabbau und vertikalen Knocheneinbrüchen. Nach einem Rö-Status muss  Plaque-Index und Blutungsindex bestimmt werden, um das Ausmaß von Plaque in Verbindung mit Entzündungsparameter zu analysieren.


R

Raucher: wesentlich geringere Blutung bei Sondierung einer gingivalen oder periimplantären Tasche, d.h. Durchblutungsrate und damit Entzündungsparameter sind herabgesetzt um ca. 20% im Gegensatz zu Nichtrauchern. Weniger Attached-Gingiva kann Plaquekontrolle erschweren.

Rezessionen können verhindert werden durch:

-        Schnittführung immer an der höchsten Spitze der Papille, d.h. intrasulculär besser parasulculär, da dann angeschnittenes Epithel für Wundheilung stehen bleibt

-        Lingual subkrestale Fasern nicht verletzen oder abkratzen

-        Wurzelzement an der Zahnoberfläche belassen

-        Bukkale Knochenlamelle niemals verlassen

-        Vor dem Vernähen immer Nachbargewebe deepithelisieren

-        Bukkale hochglanzpolierte Zahnoberfläche

-        Anätzen mit Präparationsgel und Emdogeltouchierung

-        Emdogel abspülen, wenn HAS anschließend touchiert wird

-        Vernähen des Trapezlappens bzw. Mucoperiostlappens über interdentale Fixpunkte (Helioprogress) an den Kontaktpunkten, geht nur bei mind. 1mm dicken Gingivatyp 


S 

Scanner amortisieren sich nicht.

Sinuslift: Maßnahme zur Anhebung des Kieferhöhlenbodens. 

Socket- und Ridgepreservation

Wenn ein Patient sich entschlossen hat, einen verlorengegangenen Zahn durch ein Implantat zu ersetzen, so sollte man eine Socketpreservation durchführen, d.h. die Extraktionsalveole sofort mit einer Mucograft, besser mit einer Fibrogide verschließen, um einen Höhenverlust des Knochens zu verhindern und die Schleimhaut vorsorglich zu stabilisieren. Diese Kollagen-Matrix sollte dabei in der Schicht der Lamina propria vernäht werden. Liegt nach der Extraktion ein tastbarer bukkaler Knochendefekt vor, so sollte man von vornherein eine Ridgepreservation planen. Die Durchführung beinhaltet eine entsprechende Aufklappung unmittelbar nach der Extraktion, das Auffüllen mit BioOss als Kollagenblock oder Kollagengranulat, einer darüberliegenden  Biogide.  Diese sollte möglichst gepinnt werden, dadurch kann die Biogide entsprechend gezogen und schützend über das Augmentat gelegt werden. Die Pins müssen nicht zwingend entfernt werden. Letztendlich erfolgt das Vernähen der Wundränder zunächst in vertikaler Richtung und anschlißend horizontal. Die nicht verschließbare Wunde muss u.a. mittels Fibrogide oder eines Freien Schleimhauttransplantates abgedeckt werden. Das FST liegt über der Biogide. Dies dient vor allem der besseren Ernährung. Letztendlich muss der palatinale OP-Bereich mit einer fest angedrückten Miniplastschiene versorgt werden, meist in Kombination mit dem provisorisch eingebrachten Kunststoffzahn. Abgeschirmt werden sollte mit Antibiose.

Sofortimplantation: Implantation sofort nach der Extraktion von Zähnen. 

Sonic Wold = eine Membran zur Stabilisierung der Alveole ohne KEM. Diese muss man vor dem Einbringen erwärmen.

Spannungen hinsichtlich der Knochen-Implantatverbindung hat i.R. keine negativen Auswirkungen, vielmehr sollte immer eine spannungsfreie Suprakonstruktion vorliegen. Nebeneinander liegende Implantate sollte man möglichst miteinander verblocken hinsichtlich Vorspannung/Krafteinwirkung. Man geht davon aus, dass vom Drehmoment nur 10% in Kraft übergeht und 90% in Reibung. Eine flach Gewindesteigung am Implantat verursacht größere Rebung – größere Haftung. Implantate müssen immer beschichtet sein. 

Spätimplantation: Implantation 6 Wochen oder mehreren Monaten nach Zahnverlust oder Zahnextraktion. 

Spitzkiefer– Teilen der oberen Kieferhälfte und als Knochenblock bzw. „Osteotomieblock“ verwenden i.S. einer Umkehrspitzplastik.

Split-Flap-Präparation
Meist liegt die tiefste Stelle der Rezession am Eckzahn-Halsbereich. Die tiefste Stelle erreicht man von der höchsten  Papillenspitze schräg nach apikal auslaufend zur tiefsten Stelle des Nachbarzahnes. Danach im Split-Flap nach apikal zur tiefsten Stelle der Zahnfelischtasche. Anschließend nach mesial und dital UNtertunnelung. Vor Vernähen nicht zu vergessen das Endepithelisieren der Wund-Schnitt-Ränder. Bei Splitting nie das Periost abpräparieren und nie im ampullenförmigen Knochen auslaufen lassen.



T

Titan: Bei Implantaten häufig verwendetes Material. Beliebt dank seiner hohen Bioverträglichkeit. 


U

Underwoodschen Septen kann man vollständig durch Bohren entfernen, oder vorsichtig mit dem Meisel verhämmern oder zwei getrennte Sinuslifte durchführen.


 

Verbundbrücken sind Brücken, die über ein Brückenzwischenglied ein Implantat und einem natürlichen Zahn verbindet. Der Zahn wird entweder mit einem zementierten Teleskopkäppchen versorgt, über welches dann die Brücke semipermanent eingeliedert werden kann. Oder man versorgt Implantat und Zahn mit einer zementierten Brücke im klassischen Sinne. Wäre geeignet für einteilige Implantate, die letztendlich wie natürliche Zähne beschliffen werden.

Vernähen  Das Vernähen erfolgt mit monofilen Nähten.  Die erste Naht sollte eine Matratzennaht oder besser eine interne Naht sein.                                                                            Die interne Naht umfasst das Vernähen von oralen Periost mit dem bukkalen Periost zur Fixierung der titanverstärkten Membran. In der Regel reicht die Matratzennaht von außen oral nach innen oral nach innen bukkal nach außen bukkal und wieder zurück. Die Matrazennaht sollte 3mm vom Wundrand gestochen werden. Auch lingual sollte bis in die Tiefe abgelöst werden.    Z.B. !3x mit Resolon/Prolene 6x0 monofile GORE CVG suture –Naht,  darüber normale Knopfnähte. Die Wundränder sollten immer durch die Matratzennaht aufgestellt und anschließend mit Knopfnähten verdichtet werden. Von bukkal aus kann die Mucosa am Implantat anliegend sein, aber nach lingual muss keratinisierte Gingiva vorhanden sein. Die Innenseite ist wichtig wegen der Gefahr einer Periimplantitis. Wenn man im Vestibulum vernäht und gleichzeitig das Periost erfasst, so bildet sich nach geraumer Zeit ein neues Vestibulum aus.


W

Weichteilgewebe: Beispielsweise Schleimhaut, Zahnfleisch, etc. 

Weichgewebstransplantate  „Inlay-Onlay-Interpositions-Weichgewebs-Transplantat“ besteht aus bukkalen und palatinalen Spaltlappen vernäht mit einem krestal vernähten Gaumentransplantat, um maximal Weichgewebe zu erzielen. Vor allem geeignet bei Zahnverlust im OK-FZG. WG-Transplantate immer unter Schonung der Papillen. Den Spaltlappen immer mit doppelendigen abgewinkelten u-förmigen Scalpellen bilden.

Frontzahnimplantat, möglichst nach Ex z.B. von 11 einen gestielten Bindegewebslappen zur Mobilisierung und Verdickung der Gingiva ohne KEM verwenden. Nach 6Monaten Einheilung kann implantiert werden. Durch den ehemals gestielten Lappen ist pal. Dicke Schleimhaut entstanden, die kann man splitten, um ihn auf das doppelte zu verlängern, nach bukkal einschlagen und vernähen

Wundheilungsstörungen     80% der Fälle = aerobe-anaerobe Mischinfektionen, so dass die klassische orale Gabe von Antibiotika sinnlos ist. 

Wundheilungsfördernd wirkt Hyaluronsäure, nachweislich aufgrund einer Metaanalyse dient HAS als Drainage für Botenstoffe i.S. von Regeneration und Epithelproliferation 

Wundverbandsplatte  hergestellt im Tiefziehverfahren nur stundenweise tragen wegen Infektionsgefahr, Wundverbandplatte endet immer am Übergang von befestigter zu beweglicher Gingiva 


Z 

Zahnerhaltung um jeden Preis?

Dr. Barth sagt „nein“…….Ein Seitenzahn im Unterkiefer sollte bei Beschwerden und entsprechender Indikation nach allen Maßnahmen der ärztlichen Kunst konservierenden und endodontisch, wenn nötig durch einen Endodontiespezialisten, behandelt werden. Wenn all diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, könnte man es als „Körperverletzung“ bezeichnen, solch einen Zahn noch chirurgisch durch eine Wurzelspitzenresktion um jeden Preis zu erhalten.

Zahnersatz: Im Labor geschaffene Zähne aus künstlichen Materialien, beispielsweise Keramik.  

Zahnimplantate: Künstliche Zahnwurzeln, auf welche der Zahnersatz aufgebracht wird.  

Zweizeitige Einheilzeit: Auch geschlossene Einheilung. Die Wunde um das Implantat wird vernäht und erst danach findet das Anpassen des Zahnersatzes statt.

 

Zahnloser Unterkiefer  

Behandlungsmöglichkeiten: 

1.    Vorhandene Implantate mit extremen Knochenabbau durch Periimplantitis – mittels Magneten im ZE als Interimsersatz/Übergangsmöglichkeit

2.    Sind nur 3 Implantate vorhanden – Stegkonstruktion ratsam

3.    Sind 4 Implantate nur möglich, wäre eine verschraubte Extensionsbrücke über Implantate Regio 44,42,32,34 möglich 


Zahnloser Oberkiefer 

Magnetverbindungen sind möglich vor allem bei Periimplantitis, gut ausgeprägten Tuberbereich sowie vorhandener Umschlagfalte. Möglichst stärkere Radierungen im Tuber- und palatinalen Bereich für die Abdichtung, um Initialbewegungen auszuschließen. 

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